Dolby Digital Plus


Dolby Digital Plus, (DD+), wurde speziell für den Einsatz bei HDTV und HD-DVD / Blu-ray Disc entwickelt. Der Codec unterstützt Datenraten bis zu 6 Mbit/s (DVD: 448 kbit/s) und soll bis zu 13.1 Kanäle unterstützen. Während die HD-DVD Norm die Unterstützung von Dolby Digital Plus durch das Abspielgerät zwingend ( mandatory ) vorschreibt, ist die Unterstützung dieses Codecs bei Blu-Ray Abspielgeräten freiwillig ( optional ). Aus diesem Grund existieren zur Verwendung auf HD-DVD und auf Blu-Ray Disc zwei unterschiedliche Varianten von Dolby Digital Plus.

Die auf HD-DVD verwendete Variante von DD+ ist nicht abwärtskompatibel zum älteren Dolby Digital Verfahren. Deshalb muß ein HD-DVD Abspielgerät sowohl in der Lage sein, eine DD+ Tonspur selbst zu dekodieren, als auch eine DD+ Tonspur in Echtzeit in ein herkömmliches Dolby Digital Signal umzuwandeln.

Im Gegensatz dazu enthält die auf Blu-Ray Disc übliche Variante von Dolby Digital Plus in der Regel einen abwärtskompatiblen Kern, der im herkömmlichen Dolby Digital Verfahren komprimiert ist. Hierdurch kann der Benutzer dann, in Abhängigkeit von den Fähigkeiten seiner sonstigen Wiedergabekomponenten, in den Einstellungen des BD-Players auswählen, ob das komplette Dolby Digital Plus Signal oder nur der abwärtskompatible Kern verwendet werden soll.

Datenrate: 32 – 6.144 kbit/s Kanäle: 14 (13.1) Abtastrate: 48 oder 96 kHz Bit-Tiefe: bis zu 24 Kompatibilität: Mit Dolby Digital und mit Dolby Pro Logic

Eine unveränderte digitale Übertragung von DD+ (offizielle Abkürzung: E-AC-3) ist zurzeit nur über HDMI vorgesehen. Auf Grund zu geringer Bandbreite der SPDIF-Schnittstelle wird bei DD+ eine Echtzeit-Konvertierung von ca. 6 Mbit/s auf geringere Bandbreiten durchgeführt, so dass auch die SPDIF- und TOSLink-Schnittstelle ein Signal ausgeben kann.

Dolby Digital Plus wird auf den Speichermedien Blu-ray Disc und HD-DVD eingesetzt und wird über einige Sender des französisch terrestrischen Fernsehens „TNT“ (eine erweiterte DVB-T Art) ausgestrahlt.

Dolby Digital Intro

Literatur

  • Thomas Görne: Tontechnik. 1. Auflage, Carl Hanser Verlag, Leipzig, 2006, ISBN 3-446-40198-9
  • Roland Enders: Das Homerecording Handbuch. 3. Auflage, Carstensen Verlag, München, 2003, ISBN 3-910098-25-8

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