Illuminati: Interview mit Ewan McGregor


Das Team hinter dem weltweiten Phänomen “The Da Vinci Code – Sakrileg” kehrt zurück mit der mit Hochspannung erwarteten Verfilmung von “Illuminati“, basierend auf dem gleichnamigen Bestseller von Dan Brown. Tom Hanks greift seine Rolle als Harvard-Professor Robert Langdon wieder auf. Erneut findet der Experte für Kunstgeschichte und religiöse Symbolik heraus, dass altertümliche Mächte mit weit zurückliegenden Wurzeln vor nichts halt machen, noch nicht einmal vor Mord, um ihre Ziele zu verwirklichen.

Robert Langdon (Tom Hanks) entdeckt Beweise, dass die mächtigste Untergrundbewegung der Geschichte, ein uralter konspirativer Geheimbund, den man als “Die Illuminati” kennt, wiederauferstanden ist. Kurz darauf wird er damit konfrontiert, dass die katholische Kirche, der zutiefst verhasste Erzfeind der Illuminaten, einer tödlichen, existenzvernichtenden Bedrohung ausgesetzt ist.

Ewan Gordon McGregor ist ein schottischer Schauspieler, der sowohl mit Mainstream- als auch mit Indie- und Arthouse-Filmen Erfolg hatte. Am bekanntesten ist er für die Hauptrolle in Danny Boyles “Trainspotting – Neue Helden” und die Darstellung des jungen Obi-Wan Kenobi in “Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith“.

Interview mit Ewan McGregor

Sie spielen die rechte Hand des Papstes, den Camerlengo Patrick McKenna, der solange umfassende Macht im Vatikan besitzt, bis der neue Papst gewählt wurde. Was fanden Sie faszinierend an dieser Rolle?

Ewan McGregor: Ich wollte schon seit einigen Jahren mit Ron Howard arbeiten. Wir haben uns über einen geplanten Film unterhalten, den er am Ende aber nicht machte. Als er in England “The Da Vinci Code – Sakrileg” drehte, habe ich ihn einige Male zufällig im Restaurant “The Wolseley” getroffen. Er ging dort regelmäßig sonntags mit seiner Familie zum Brunch und ich auch mit meiner. So haben wir uns kennen gelernt, bald waren wir ein wenig befreundet und irgendwann erhielt ich das Drehbuch von ihm – da es mir sehr gefiel habe ich zugesagt.

Können Sie ihre Rolle, Camerlengo Patrick McKenna, etwas näher beschreiben?

Ewan McGregor: Der Camerlengo ist die rechte Hand des Papstes. Laut Vatikan-Recht ist er es, der den Papst vertritt, bis ein neuer Papst gewählt ist. Der Film beginnt damit, dass der Papst gestorben ist, somit leite ich den Vatikan, der bedroht wird. In CERN wurde Antimaterie erschaffen, die sich in einem speziellen Behälter befindet, der gestohlen wurde. Der Behälter funktioniert mit einer Batterie, wenn diese leer ist, wird die Antimaterie den Boden berühren und die Folge wäre eine riesige Explosion oder Implosion – ich bin kein Wissenschaftler, daher weiß ich nicht welches von beiden – die den Vatikan zerstören würde. Zur selben Zeit werden vier Papstanwärter entführt und nach und nach systematisch ermordet. Der Camerlengo bittet Robert Langdon ihm zu helfen, die Rätsel zu lösen und den zukünftigen Papst zu schützen.

Was mögen Sie am meisten an der Figur?

Ewan McGregor: Er ist ziemlich kompliziert zu spielen und so etwas macht immer sehr viel Spaß. Er ist nicht so aufrichtig und direkt wie es scheint. Es ist sehr schwierig zu erklären, denn ich möchte die Geschichte des Films nicht verraten.

Wie haben Sie sich auf die Rolle vorbereitet?

Ewan McGregor: Nicht allzu sehr. Es ist schwierig zu recherchieren, wie man einen Priester spielt und wie der Vatikan funktioniert. Die Vatikan-Dokumentationen, die ich anschauen musste, waren schrecklich langweilig, so langweilig, dass ich fast eingeschlafen bin. Ich sah mir ein paar an und habe versucht, alles zu verstehen. Es hat viel mit Vorstellungskraft zu tun, man muss in die Rolle einer Person schlüpfen, die in der Kirche groß geworden ist, die sich entschieden hat, ihr Leben dem Glauben, der Religion zu widmen.

Konnten Sie sich auf einen religiösen Hintergrund beziehen?

Ewan McGregor: Ich persönlich habe keinen religiösen Hintergrund. Ich hatte also nichts, worauf ich mich beziehen konnte. Aber ich kann mir vorstellen, wie der Glaube ist und wie wichtig er für Menschen sein kann. Ich denke, dass Schauspieler sich immer auf ihr Innerstes beziehen. Es gibt nichts anderes, woran man sich orientieren kann. Ich denke, es geht alles um Erfahrungen mit der Welt, um das, was wir gesehen und erlebt haben. Und das alles beziehst du mit ein, wenn du eine Rolle spielst.

Ich hatte keinerlei Erfahrungen mit dem katholischen Glauben und so musste ich ihn mir vorstellen und Dinge herausfinden. Am Set hatten wir einen Priester, der uns bei praktischen Fragen half, zum Beispiel bei den Messen oder der Zeremonie für die Beerdigung des Papstes zu Beginn des Films. Er war dort um sicherzustellen, dass wir alles richtig machten und auch unser Verhalten angemessen war.

Sind Sie ein Fan des Romans “Illuminati“?

Ewan McGregor: Ich habe das Buch gelesen, nachdem ich das Drehbuch gelesen habe. Also war meine Erfahrung etwas anders. Ich habe das Buch gelesen um die Rolle, die ich spielen sollte, besser kennen zu lernen und vollständig zu verstehen. Ich habe es also nicht zum Vergnügen gelesen, ich musste es sozusagen für die Arbeit lesen, aber ich fand es gut.

Wie ist es mit Ron Howard zu arbeiten, verglichen mit anderen Regisseuren mit denen Sie gedreht haben, zum Beispiel Danny Boyle oder Woody Allen?

Ewan McGregor: Regisseure sind immer einzigartig. Sie haben nicht die Möglichkeit, mit anderen Regisseuren zu arbeiten. Als Schauspieler arbeitest du ständig mit anderen Schauspielern und so lernt man von ihnen und etwas färbt ab. Regisseure sind immer an ihrem eigenen Set.

Ron ist ein brillanter Regisseur. Er ist technisch sehr erfahren, er kann gut mit Schauspielern umgehen, da er selbst als Schauspieler gearbeitet hat. Viele Regisseure können dir sagen, wie sie eine bestimmte Szene haben wollen, nicht aber, wie man dort hin kommt. Aber Ron kann entschlüsseln, wie du es schaffst, eine Szene auf eine bestimmte Art und Weise zu spielen, da er es selbst früher getan hat.

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