Starportrait: Nick Nolte
Nick Nolte war zweimal für den Oscar nominiert und hat sich in seiner Karriere immer ein bemerkenswertes Maß an Integrität bewahrt. Dadurch hat er die Rolle seines Lebens gefunden – er verbindet internationalen Starruhm mit seiner Funktion als Produzent von anspruchsvollen Projekten. Mit seiner Produktionsfirma Kingsgate Films steht er auch hinter vielen Filmen, in denen er selbst mitgespielte.
Seine Vielseitigkeit bewies er zuletzt in “Tropic Thunder“, von und mit Ben Stiller, in der Paramount Pictures-Produktion “Die Geheimnisse der Spiderwicks“, in der Sony Pictures Classics-Produktion “The Beautiful Country” unter der Regie von Hans Peter Moland (ausführend produziert von Terrence Malick), Olivier Assayas’ “Clean” mit Maggie Cheung, Victor Salvas “Peaceful Warrior” nach Dan Millmans Roman “Way of the Peaceful Warrior” und Joshua Michaels “Neverwas” mit Ian McKellen, Jessica Lange und William Hurt. Außerdem hat er in der Originalfassung von “Ab durch die Hecke” dem Bär Vincent seine Stimme geliehen.
Nick Noltes weitere jüngere Filmarbeiten sind der von den Kritikern gefeierte “Hotel Ruanda” mit Don Cheadle, Neil Jordans Krimi “Der Dieb von Monte Carlo”, Ang Lees “Hulk” für Universal Pictures sowie die Paramount Classic-Produktion “Northfork” der Polish-Brüder. Außerdem tat sich Nolte erneut mit Regisseur Alan Rudolph zusammen und spielte neben Neve Campbell und Robin Tunney die Hauptrolle in “Investigating Sex”. Zu seinen schauspielerischen Theater-Wurzeln kehrte er neben Sean Penn in der Bühneninszenierung von Sam Shepards Stück “The Late Henry Moss” zurück.
In den letzen Jahren erweiterte Nick Nolte seine beeindruckende Liste hervorragender Filmprojekte um Paul Schraders “Der Gejagte” (für den er Academy Award-, Golden Globe- und Independent Film-Nominierungen als “Bester Darsteller” erhielt), Oliver Stones “U-Turn – Kein Weg zurück” (an der Seite von Sean Penn und Jennifer Lopez), “Liebesflüstern”, produziert von Robert Altman, “Jefferson in Paris”, in dem er Thomas Jefferson spielte, Martin Scorseses Thriller-Remake “Kap der Angst” und um “Der Herr der Gezeiten”, in dem er an Seite von Barbra Streisand die Hauptrolle spielte und dafür als Bester Darsteller mit einer Oscarnominierung und einem Golden Globe der Hollywood Foreign Press Association ausgezeichnet wurde.
Nick Nolte interview für Tropic Thunder
Nick Nolte spielte die Hauptrolle neben Julia Roberts in “Nichts als Ärger” und als Basketballtrainer in William Friedkins “Blue Chips”. Darüber hinaus war Nolte in “Geht’s hier nach Hollywood” für Autor und Regisseur James Brooks zu sehen, sowie in dem von der Kritik hoch gelobten “Lorenzos Öl” an der Seite von Susan Sarandon. Seine Produktionsfirma Kingsgate entwickelt momentan “White Jazz” nach einem Drehbuch von James Ellroy, das auf dessen eigenem Bestseller beruht, und “The Last Magic Summer”, der Adaption des gleichnamigen Peter Gent-Romans.
Nick Nolte wurde in Omaha (Nebraska) geboren und spielte Football am College, bevor er das Theater für sich entdeckte und seine Schauspielkarriere am Pasadena Playhouse begann. Danach studierte er kurz unter Bryan O’Byrne an “Stella Adler’s Company” in Los Angeles und tourte danach einige Jahre durch regionale Theater. Seinen Durchbruch hatte Nolte in der legendären Fernsehserie “Reich & arm”, die ihm zu internationaler Bekanntheit verhalf. Kurz darauf gab er sein Spielfilmdebüt in “Die Tiefe” an der Seite von Jacqueline Bisset.
In seiner frühen Filmkarriere wurde die Vielfalt seiner Charaktere zu Noltes Markenzeichen mit solchen Rollen wie dem Drogen schmuggelnden Vietnamveteran in „Dreckige Hunde”, dem desillusionierten Footballstar in “Die Bullen von Dallas” (den er gemeinsam mit Autor Peter Gent entwickelte), dem freigeistigen BeatÄra-Autor Neal Cassidy in “Heart Beat” und dem einsiedlerischen Meeresbiologen in “Die Straße der Ölsardinen”. Mit Charakterrollen stellte sich Nolte weiteren Herausforderungen als philosophischer Vagabund in “Zoff in Beverly Hills”, als brutaler Cop in “Nur 48 Stunden“, als amerikanischer Fotojournalist in “Unter Feuer” und als entschlossener Vertreter des Gesetzes in “Ausgelöscht”.
Zudem schuf er mit dem Exhäftling Lee Umstetter, der zum Bühnenautor wird, einen einzigartigen Charakter in “Der stählerne Vorhang”. Zu seinen weiteren Filmarbeiten zählen “Das Bankentrio”, “Farewell to the King – Sie nannten ihn Leroy”, Scorseses Segment in “New Yorker Geschichten”, Karel Reisz’ “Everybody Wins – Ein schmutziges Spiel” und Sidney Lumets “Tödliche Fragen”.
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